Ein Raum für Sorgen und Nöte

Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe bringt pflegende Angehörige zusammen

Troisdorf/Bonn, 15.01.2018. Die eigenen Bedürfnisse werden bei der Pflege eines Angehörigen oft hinten angestellt und die persönliche und körperliche Belastung übersehen. Entlastend kann da der Austausch mit Menschen in einer ähnlichen Situation sein. Eine erste Anlaufstelle für Hilfesuchende ist das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe.

Wer sich mit anderen pflegenden Angehörigen austauschen möchte, findet im Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Unterstützung. „Wir bieten Angehörigen eine einfache Möglichkeit, sich aussprechen und damit entlasten zu können“, sagt Stefan János Wágner vom Kontaktbüro. „Häusliche Pflege bringt viele Anforderungen mit sich. In einer Selbsthilfegruppe haben pflegende Angehörige einen Raum, in dem sie sich mit anderen austauschen, sich informieren, Sorgen und Fragen miteinander teilen können“, beschreibt Wágner das Prinzip der Selbsthilfe. Bei den Gesprächsgruppen für pflegende Angehörige geht es zudem um das Erleben von Gemeinschaft und Geselligkeit. Auch können gemeinsame Aktivitäten geplant werden, die Ablenkung und Abwechslung bieten.

 

Gruppen erhalten finanzielle Unterstützung

Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Rhein-Sieg-Kreis mit Sitz in Troisdorf informiert über bestehende Gruppen und hilft bei der Gründung neuer Gruppen. Gleiches gilt für das Bonner Büro, das in Kessenich angesiedelt ist. Insgesamt befinden sich in NRW-weit an 36 verschiedenen Standorten Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe, 22 davon in Trägerschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Damit Aufbau und Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe niedrigschwellige Angebote bleiben und nicht zur zusätzlichen Belastung werden, kümmert sich die Fachkraft im Kontaktbüro auch um die finanzielle Förderung. Damit können dann beispielsweise Kosten für Räumlichkeiten, Referenten oder Ausflüge gedeckt werden. Ansprechpartner hierzu ist für den Rhein-Sieg-Kreis wie für Bonn Stefan János Wágner. Auch werden Veranstaltungen und Treffen zum Thema Selbsthilfe und Pflege organisiert sowie auf professionelle Hilfsangebote verwiesen. „Wir freuen uns, wenn auch bereits bestehende Angehörigengruppen in der Region Bonn / Rhein-Sieg den Weg zu uns finden“, sagt Wágner. Schließlich gehe es darum, pflegende Angehörige zusammenzubringen, damit sie sich gegenseitig stärken können.

 

Angehörigen-Café Pflege

Im Zentrum für Begegnung, Bildung und Beratung im Margarete-Grundmann-Haus, Lotharstraße 84-86 in Bonn-Kessenich, treffen sich immer am 1. Dienstag im Monat von 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr im Angehörigen-Café Pflege, einem neuen Angebot des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, pflegende Angehörige zum Gespräch. In der Tagespflege-Einrichtung „Kessenicher Wohnzimmer“ – ebenfalls im Margarete-Grundmann-Haus – werden zu Pflegende, zum Beispiel an einer Demenz erkrankte Pflegebedürftige, nach Voranmeldung währenddessen kostenlos betreut. „Zu diesem Angebot sind pflegende Angehörige aus dem Rhein-Sieg-Kreis und aus Bonn willkommen“, unterstreicht Wágner vom Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe.

 

Sprechzeit für Beratungsgespräche im Troisdorfer Büro ist immer montags in der Zeit von 14 Uhr bis 16.00 Uhr, Telefon-Nummer 02241/4939301 und in Bonn jeweils dienstags von 13 Uhr bis 15.00 Uhr unter der Rufnummer 0228/94933344.

Informationen zu Angebot und Auftrag des Kontaktb・os Pflegeselbsthilfe erhalten Sie im Internet auf der Seite www.selbsthilfe-bonn.de.

 

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