„Mir sin all en Stück vom Heimatboch“

Bürgerverein Aegidienberg e.V. stellt rund 200 Gästen das neue Heimatbuch vor/Verkauf läuft auf Hochtouren

AEGIDIENBERG. „Oh happy day“ – mit diesem mitreißenden Gospel-Song stimmte der MGV Liederkranz die rund 200 Gäste, die zur feierlichen Präsentation des neuen Heimatbuches ins Bürgerhaus gekommen waren, auf die besondere Feierstunde ein. „Das Buch geht weit über die normale Form eines Heimat- und Geschichtsbuches hinaus“, lobte der Stellvertretende Bürgermeister Peter Profittlich das umfassende Gemeinschaftswerk, das die vielen liebenswerten Facetten des Bergdorfes aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und anhand von 500 Bildern eindrucksvoll dokumentiert.

Als „Aegidienberger Mädchen“ – wie sie vom Vorsitzenden des Bürgervereins Aegidienberg, Bernhard Fiebig, vorgestellt wurde, verstand es Moderatorin Silke Florijn den Gästen das Heimatbuch in einer abwechslungsreichen und emotionsgeladenen Präsentation näherzubringen. Aus dem beeindruckenden Fotomaterial von 1909 bis zur Gegenwart hatte sie einen zehnminütigen Film zusammengestellt und nahm ihr Publikum mit auf eine virtuelle Schmökerreise. „Dieser Film ging vielen Gästen sehr nahe, weil er sie  zu Spuren ihrer eigenen Vergangenheit geführt hat. Einige Zuschauer haben Fotos wiedererkannt oder Familienmitglieder und sich selbst entdeckt. Das war ein sehr emotionaler Moment“, erzählte Helga Bosbach, Vorstandsmitglied des Bürgervereins.

In einer informativen Talkrunde standen Heidi Heimbach, Druck und Verlag Elmar P. Heimbach, Vorsitzender Bernhard Fiebig, Projektleiter Gert Bellinghausen und Wolfgang Flume der Moderatorin zur Entstehungsgeschichte des Buches, zur Finanzierung  und zu den großen Herausforderungen bei der Fertigstellung Rede und Antwort. „Ich bin sehr glücklich, dass wir das Versprechen gegenüber Josef Hambuch, der 1983 die Idee zu diesem Heimatbuch hatte, halten und sein Lebenswerk zu einem so erfolgreichen Abschluss bringen konnten“, sagte Projektleiter Gert Bellinghausen. Sichtlich gerührt nahm Maria Hambuch in Begleitung ihrer Kinder dann aus den Händen von Bernhard Fiebig das erste Buch entgegen.

Eine exklusive Kostprobe der „Jillienberger Mundart“, auch ein Kapitel im Heimatbuch, bot Karl Heinz Piel, der den Text „Meng eschte Zijarett“ von Josef Hambuch zum Besten gab.   Mit der Präsentation des Buches fiel auch der Startschuss für den Verkauf. „Die Nachfrage nach dem Heimatbuch ist enorm. Inzwischen sind bereits 450 Bücher verkauft. Mit diesem Ansturm hatten wir nicht gerechnet“, so Heidi Heimbach. „Wir freuen uns sehr über diese positive Resonanz – eine großartige Wertschätzung unserer unermüdlichen jahrelangen Arbeit“, resümierte Vorsitzender Bernhard Fiebig.

 

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